Kleintraktor

Der Kleintraktor oder auch Kleinschlepper genannt ist so zu sagen der kleine Bruder des Traktors. Kleintraktoren finden in Garten- und Landschaftsbaubetrieben, in städtischen Verwaltungen wie z.B. für die Straßenreinigung oder zur Grünpflege und zunehmend auch bei Kleinbauern und Hausmeistern Verwendung. 

Gerne wird ein Kleintraktor auch im Obstbau und Weinbau genutzt, der Vorteil liegt vor allem an der Größe, denn der Klein Traktor kann sich mit Leichtigkeit durch engere Anbaugebiete durchringen, in denen der große Traktor schon scheitern würde. Zudem bringen Kleintraktoren zu einem recht günstigen Preis ein hohes Volumen an Einsatzmöglichkeiten und sind sehr bequem zu steuern. Alle Schalter sind selbsterklärend Beschrieben, somit kann auch ein Amateur in nur kurzer Zeit und ohne jeglicher Einweisung mit einem Kleintraktor losziehen. Zudem ist der kleine, leistungsstarke Motor umweltfreundlich, sendet weniger Abgase aus und macht deutlich weniger Lärm. Außerhalb der landwirtschaftlichen Betriebes kommen Kleinschlepper auch als Zugmaschinen wie z.B. beim Zirkus  oder beim Straßenbau zum Einsatz. 

Die Motorleistungen eines Kompaktraktor‘s gibt es in verschiedenen Ausführungen, in der Regel beginnen diese bei etwa 9-10 PS und gehen bis ca. 50 PS aufwärts.

Das Wort Kleintraktor, in Plural geschrieben Kleintraktoren wird von dem Wort trahere, was so viel bedeutet wie „ziehen“ abgeleitet. Er ist wie auch der große Bruder des Traktors eine Zugmaschine, welche überwiegend in der Landwirtschaft Verwendung findet. Im Norden Deutschlands wird hierfür gerne das Wort Kleintrecker verwendet. Das Wort Trecker stammt aus dem Plattland und wird von "trecken" abgeleitet, was so viel heißt wie „ziehen“. Im Süden Deutschlands werden gerne die Begriffe Kleinschlepper benutzt. Der amtliche, aber eher unbeliebte Begriff lautet immer noch Zugmaschine.

Die aller ersten Kleintraktoren wurden über Dampfmaschinen angetrieben, man nannte sie damals Lokomobile. Einige Jahre später kam der Dieselmotor zur Welt und setzte sich in Europa sehr schnell durch, während bei den Amerikaner Benzinmotoren Gebräuchlich wurden. Bis zu den 70er hatten Kleinschlepper eine geringe Kraft, aber dafür eine hohe Drehzahl, sowie stark untersetztes Getriebe. Kommunalfahrzeuge können bis zu 40 km/h schnell fahren. Der Preis eines Kleintraktor liegt zwischen 2500 Euro und geht bis 10000 Euro aufwärts.
Eine recht bekannte Konstruktion ist der Lanz Bulldog aus dem Jahre 1921, welcher auch nach dem 2. Weltkrieg noch das Vorbild für zahlreiche Nachbauten auf der ganzen Welt diente und Sammlerwert hat. Er ist ein "Muss" für jedes Traktortreffen. Der Begriff Bulldog wurde in viele Ländern sogar als Synonym für Traktor gebräuchlich. John Deere übernahme 1956 das Lanz-Werk in Mannheim, sie ist heute die größte Traktorfabrik in Europa. 

Ein Kleintraktor besitzt oft Allrad der für die notwendige Geländegängigkeit einen Vorteil hat. Der Klein Traktor hat mindestens 2, heutzutage aber auch 4 sehr große Reifen mit einem sehr groben Profil. Die Fahrzeuglenkung erfolgt durch elektronische Hydraulik . Um die Geschwindigkeit für die entsprechende Arbeit zu optimieren, verfügen neue Kleintraktoren meist über ein mehrstufiges Lastschalt- oder stufenloses Getriebe.

Häufig genutzte Anbaugeräte für Kleintraktoren sind Frontlader, Mähwerk, Anhänger, Pflug oder Fräse. Der Kleinschlepper verfügt heute meist über eine Klimaanlage und verfügt im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen technische Gimmiks wie Differentialsperren und Einzelradbremse.

Wegen der geringen Dämpfung der großen Reifen der Kleintraktor, verfügt ein großer Teil der Kompakttraktor en über eine Federgabel, die zumindest an der Vorderachse angebracht ist, die meist durch Hydraulik oder Pneumatik gefedert wird. Leider sind Kleinschlepper mit Rundumfederung noch wenig verbreitet, denn sie haben Vorteile für den Komfort beim Fahren, für die Fahrsicherheit und Schützt zudem noch den Boden.

 

Besonders in der Landwirtschaft haben diese Anbaugeräte oft regional total unterschiedliche Bezeichnungen. Ein Großteil der Anbaugeräte, die früherer Zeit von nur einem Traktor angetrieben worden sind, sind heutzutage selber so groß und speziell geworden, dass sie nun eigenständige Maschinen sind, wie z. B. der Häcksler, der Mähdrescher, oder Forstspezialmaschinen.

Technische Errungenschaften sehen vor, dass Anbaugeräte über ein Bussystem das so genannte ISOBUS an den Kleintraktor angeschlossen werden müssen. Die Bedienung der Geräte erfolgt dabei über ein in den Kleinschlepper integriertes Bus-Terminal. Eine Aufrüstung von älteren Traktormodellen mit Busterminals ist möglich.

 

Auf Grund verschiedener Agrarreformen, schwindet die Zahl der in Westeuropa verkauften Großtraktoren. Der Kleintraktor wird über die Jahre zunehmend an Bedeutung gewinnen. Aus diesem Grund sind neben Sonderanbietern auch viele große Produzenten von Landmaschinen auf dem Vormarsch für Kleinschlepper und statten Ihn zunehmend mit interessanten Anbaugeräten aus.
Das Auswechseln der Anbaugeräte kann ohne viel technischem Hickhack simpel vom Steuermann selbst erledigt werden.

Auf Grund der speziellen Eigenschaften der Kleintraktoren wird der Verkauf und die Beratung nur vom Fachmann durchgeführt. In der Regel hat er sich seit langer Zeit auf eine bestimmten Hersteller spezialisiert, mit denen er die besten Erfahrungen gemacht hat. Aus diesem Grund kann die Vielfältigkeit des Kleintraktor in diversen Fachgeschäften sehr klein sein, was aber nicht unbedingt ein Nachteil darstellt, denn der Verkäufer kennt sich mit seinen Kleintraktoren bestens aus. Die Hersteller entwickeln sich stetig weiter und verfügen lange Zeit über die Ersatzteile der einzelnen Kommunalfahrzeuge. Hier ist immer perfekter Service für die Ersatzteile und Reparaturen vorhanden, selbes gilt für die Anbaugeräte für Kommunaltraktor en

Besonderheiten

Das Hubsystem eines Klein Traktor packt locker mehr als 180 kg. Zudem lassen sich die Zapfwellen getrennt oder gemeinsam voneinander schalten. Das Anschalten und Ausschalten kann zusammen unter Last ohne die Kupplung zusätzlich steuern zu müssen, erfolgen.
Der Kleintraktor mit Allrad ist nahezu serienmäßig: Der Hydrostatische Fahrantrieb, der Tachometer sowie die Servolenkung ist immer mit dabei. Doppelpedal-Fußsteuerung erleichtert Ihnen den Wechsel der Fahrtrichtung erheblich.  Für eine gleichmäßige Kraftübertragung sind Differentialsperren vorne und hinten vorgesehen. Zudem bewirken diese einen sicheren Halt auf dem Boden. Die Reifen gibt es in diversen Ausführungen, einmal für eine gute Zugkraft und einmal mit einem bodenschonendem Profil. 

Die Kabinen der Kleintraktoren sind groß gebaut und bieten Ihnen viel Beinfreiheit, außerdem haben sie exzellente Sicht durch die Fenster. Standheizung und Klimaanlagen können Sie mit einem Aufpreis hinzu kaufen. Der Fahrersitz ist optimal auf die Körperform angepasst, die Rückenlehne ist verstellbar, so wie die Längsausrichtung ist möglich. Die Motorhaben sind einteilig und gewähren einen simplen Zugang zum Motor. In der Regel kann ein HolderKubota, Gutbrod und Iseki Kleintraktor problemlos für die Strasse zugelassen werden.

weiter mit Fahrerlaubnis Kommunaltraktor

Sie finden in Kürze gebrauchte Kleintraktoren in der Kategorie "gebrauchte"

Es gibt viele Fabrikanten von Kleintraktor en: john deere, fendt, kubota, tym, deutz, jinma, holder, agria, hako, fendt, gutbrod

japanische Kleintraktoren: hako, yanmar, sowie iseki und auch mitsubishi