Mähwerk

Geschichtliches

Plinius erzählt von einem Mähwerk für das Getreide, welches in Gallien verwendet wird. Er berichtet von einem Esel, welcher einen zweirädrigen Kasten über das Getreifeld zieht. Die Deichsel soll an der Hinterseite des Kastens installiert sein, begleitet von einem Bauern, der das Mähwerk lenkte. Der offene Kasten besaß auf Höhe der Ähren Greifzähne. Wurde das Mähwerk über das Feld geschoben, gelangten die Ähren zwischen die Greifzähne und flogen in den offenen Kasten. Das Stroh blieb zurück und wurde vom Vieh abgegrast.

Mähwerk mit Pferden
Das erste Mähwerk für die Getreideernte wurde 1826 von Patrick Bell aus Schottland gebaut. Es besaß eine Haspel, und bewegte Klingen, die wie eine Schere arbeiteten. Im Jahre 1831 konstruierte McCormick das Mähwerk für Getreide, welche er 1834 patentieren lies. Der so genannte Virginia-Reaper war mit einem Sägemesser und Fingern ausgerüstet, McCornmick hatte damit großen Erfolg bei den Landwirten. Erst durch die Innovation vom Sägeblatt zur Dreiecksklinge wurde das Mähen von feinerem Gras möglich. Im Jahre 1851 wurde in London ein Mähwerk für Gras vorgestellt. Leider war sie in Relation zur Arbeitskraft zu teuer und setzte sich nicht durch. Erst durch die Abwanderung der Hersteller in die Industrie kamen vermehrt Mähwerke zum Einsatz. SIe wurden aber mit zunehmender Ausrüstung der landwirtschaftlichen Betriebe mit Kleintraktoren durch installierbare Zwischenachsmähwerke ersetzt. Durch die Innovation des Kreiselmähwerks im Jahre 1963 und der Leistungssteigerung der Kleinschlepper nahm die Bedeutung der Balkenmäher ab. Balkenmähwerke sind jedoch heute immer noch in gewissen Einsatzgebieten von großer Bedeutung und sind daher nicht wegzudenken. 

Mähwerk

Das Mähwerk wurde viele Jahre von Arbeitsvieh gezogen, angetrieben wurde das Mähwerk die Räder. Auf Grund der hohen Schwerlast waren hierfür zwei Pferde notwendig, deshalb blieb sie für Kleinbauern die nur ein Pferd besaßen lange unerschwinglich. Erst durch die Innovation von Benzinmotoren in den 20ern wurde die Modifizierung des Mähwerk’s möglich.Der Mähmesserantrieb wurde von einem Aufsitzmotor übernommen, schließlich war nur noch 1 Pferd notwendig. Von Zeit zu Zeit wurden dann Kleintraktoren eingesetzt. Die Ära dieser Art von Mähwerk ging somit zu Ende.

Anbau Mähwerk

Die Ausrüstung der Kleintraktoren mit Nebenantrieben wie Mähwerkkurbel oder Zapfwelle lies den Einsatz von anbaubaren Mähbalken zu. Zum Standard wurde der Zwischenachsanbau. Hiebei wurde das Mähwerk rechts zwischen den Achsen installiert. Durch die Innovation des Ladewagens im Jahre 1961, welcher schwenkbar konstruiert wurde, war Mähen und Laden von Gras in einem Arbeitsschritt möglich. Somit war das alltägliche Holen von Futter revolutioniert. Größe Arbeitsbreiten von über 2 Meter werden für den Heckanbau konstruiert. Für den frontalen Anbau werden oft Doppelmesser-Mähwerke auf Grund des zuverlässigeren Betriebs benutzt. Leider waren Sie wegen der schlechten Übersicht nicht erfolgreich.

Motormäher

Die Geschichte des Motormähers nahm im Jahre 1920 seinen Lauf, als Jacob Fahrni eine Motor-Mähwerk entwickelte. In der Patentschrift 99440 im Januar 1922 patentierte er seine Erfindung. Im Jahre 1930 waren bereits Mähwerke mit einer Arbeitsfläche von 2 Metern im Einsatz. Mit der Innovation der Schwadformer zu Beginn der 50er begann Aufstieg der Motormäher im Alpengebiet. Der geringe Schwerpunkt ermöglichte den Einsatz an steilen Hängen. Es folgte die Weiterentwicklung zum Einachsschlepper, bei dem auch Maschinen wie Transportgeräte oder Heuwerbegeräte angebaut werden konnten.

Einsatzgebiete

Das anbaubare Mähwerk kommt heute noch in Betrieben zum Einsatz, die tag täglich Grünzeugs für ihr Getier holen. Von Hand geführte Motormäher werden in Gebieten eingesetzt, welche für die moderne Technik nicht zugänglich sind. Besonders im Gebirge und auf schlecht tragenden oder nassen Böden sind sie nicht wegzudenken. Sie können über ökologische Vereinbarungen wegen der geringen Schädigung der Böden und der minimalen Flächenleistung vorgeschrieben werden.
Bei Mähdreschern kommen weiterhin Messerbalken zum Einsatz, bei denen das Gewicht und der minimale Bedarf an Antriebsleistung im Vordergrund stehen sind, wie zum Beispiel ein sauberer Schnitt.